Bundestagswahl 2009 – Enttäuschung und Hoffnung

2005 – Die Umfragen vor der Bundestagswahl waren im Keller. Mit einem geringen Vorsprung gingen CDU/CSU als Sieger aus der Wahl hervor. Die SPD hatte die Wahl verloren, knapp verloren. Es blieb jedoch die Möglichkeit zum Mitregieren in einer Großen Koalition. Die Macht schien noch irgendwie gerettet zu sein.

2009 – Die Umfragen waren wieder im Keller, und leider fiel das Wahlergebnis diesmal schlechter als erwartet aus. Jedem war eigentlich klar, es war für die SPD maximal eine Regierungsbeteiligung in einer Großen Koalition möglich.

Es ist anders gekommen. Wir erlitten eine bittere Niederlage. Die SPD verlor Millionen Wähler an andere Parteien, und zwei Millionen ehemalige SPD-Wähler blieben der Wahl ganz fern.

Man muß nach einigem Nachdenken jedoch sagen, lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Vier weitere Jahre in einer Koalition mit der Union hätten die SPD nach und nach zerrieben.
Nun gilt es, die Ursachen der Verluste genau zu analysieren und daraus dann die politisch richtigen Lehren und Schlußfolgerungen zu ziehen.

Die SPD findet sich nun gemeinsam mit den Grünen und den Linken in der Opposition wieder. Hier muß sie sich an ihre sozialdemokratischen Wurzeln erinnern und sich den Bürgern wieder als die Partei der sozialen Gerechtigkeit darstellen. Als Juniorpartner in der Koalition gelang das zu wenig. Gleichzeitig muß sie sich von denen abgrenzen, die auf sozialem Gebiet große Versprechungen machen, diese aber gar nicht einlösen können.

  • Hoffen wir also auf eine gute Oppositions-Politik in der nun beginnenden Legislaturperiode.
  • Hoffen wir nach der bitteren Wahlniederlage auf ein Erstarken der SPD als Partei des Volkes, die auch wieder die Stimme des Volkes ist.
  • Hoffen wir auf eine fachlich gut zusammengesetzte SPD-Fraktion im Bundestag und auf einen personell gut aufgestellten Parteivorstand.

In diesem Sinne: Packen wir es an!

Nach diesen Feststellungen hier nun eine Einschätzung zur Wahl vom 27. September

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