Unter der Kategorie “Rückblicke” soll hier auf vergangene Ereignisse hingewiesen werden, die für uns im Kreis aber auch für das gesamte Deutschland von Bedeutung waren bzw. die große Auswirkungen hatten oder noch haben. Ein Mitgestalten in Form von weiteren Beiträgen oder das Schreiben von Kommentaren zu bereits vorhandenen Beiträgen ist ausdrücklich erwünscht.

Am 19. Januar 1919 fanden die Wahlen zur Nationalversammlung statt. Die SPD wurde mit 37,9 % zwar stärkste Partei, blieb aber bis zum Ende der Weimarer Republik auf Koalitionen mit der Zentrumspartei und den Liberalen angewiesen.
Die ab dem 6. Februar in Weimar tagende Nationalversammlung wählte Ebert am 11. Februar 1919 zum Reichspräsidenten der Weimarer Republik. In seiner Rede nach der Wahl definierte er das Amt des Reichspräsidenten als Wahrer der nationalen Einheit, als Schützer des Rechts sowie der inneren und äußeren Sicherheit. „Ich will und werde als der Beauftragte des ganzen deutschen Volkes handeln, nicht als Vormann einer einzigen Partei. Ich bekenne aber auch, dass ich ein Sohn des Arbeiterstandes bin, aufgewachsen in der Gedankenwelt des Sozialismus, und dass ich weder meinen Ursprung noch meine Überzeugung jemals zu verleugnen gesonnen bin.“





